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Weitere Knoten
Neben den bereits erlernten Einbinde- und Sicherungsknoten gibt es noch eine ganze Reihe mehr oder weniger gebräuchlicher Knoten, die beim Klettern Anwendung finden. Viele dieser zum Teil genialen Knoten sind heute wie der Halbmastwurf durch technische Geräte ersetzt worden und geraten zunehmend - leider - in Vergessenheit. Die wichtigsten dieser Knoten möchte ich Euch im Folgenden vorstellen:
1. Mastwurf
Der Mastwurf ist der grosse Bruder des Halbmastwurf, den wir ja bereits kennengelernt haben. Im Gegensatz zum Halbmastwurf ist der Mastwurf kein dynamischer Knoten, sondern dient ausschließlich zum Fixieren an einer bestimmten, beliebigen Stelle des Seiles an einem Karabiner (gelegter Mastwurf). Dies wäre zwar auch mit einem gelegten Sackstich oder Achterknoten möglich, der grosse Vorteil des Mastwurf besteht jedoch darin, daß man die Position des Knotens, also der fixierten Stelle am Seil beliebig verschieben kann, indem man von einer Seite des Knotens Seil in den Mastwurf hineingibt und auf der anderen Seite entsprechend wieder herauszieht. Sackstich und Achterknoten müssen hierfür wieder komplett gelöst werden. Der Mastwurf findet beispielsweise beim alpinen Klettern Anwendung. Mit ihm kann man sich ohne grossen Materialeinsatz (keine Rundschlinge notwendig) am Zentralpunkt des Standplatzes selbstsichern, indem man je nach Bedarf, ein Stück vom Einbindeknoten entfernt einen Mastwurf legt und sich so mit einem Schraubkarabiner am Zentralpunkt fixiert. Würde man nun feststellen, daß die eigene Stand-Position zunächst etwas ungünstig gewählt wurde (eventuell unbequem), kann man nun auf einfache Art und Weise den Abstand vom Einbindeknoten zur Mastwurf-Fixierung wieder verlängern oder verkürzen.
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